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Datum/Zeit |
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46,01 € |
+2,90 € |
+6,29 % |
17.04/17:35 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE0006231004 |
623100 |
- € |
- € |
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Infineon mittelfristiges Wachstumsziel von 10% bestätigt 21.12.2011
Warburg Research
Hamburg (aktiencheck.de AG) - Malte Schaumann, Analyst von Warburg Research, stuft die Aktie von Infineon (ISIN DE0006231004 / WKN 623100) unverändert mit "kaufen" ein.
Die Börsenzeitung habe heute ein Interview mit Infineon's CFO Dominik Asam veröffentlicht, das jedoch nur wenig Neues enthalten habe.
Die gegebene Guidance eines mittleren einstelligen Umsatzrückgangs (WRe -5,2%) und einer Gesamtsegmentergebnis-Marge von 13 bis 14% (13,5%) sei seit Mitte November nicht angepasst worden. Der Margenrückgang gegenüber der Rekordmarge 2011 von knapp 20% sei auf den Umsatzrückgang bei einem gleichzeitigen Kostenanstieg durch verstärkte F&E-Aktivitäten, eine stärkere Vertriebsorganisation und höhere Abschreibungen nach erhöhten Investitionsausgaben zurückzuführen.
Dabei sollte es sich um einen temporären Effekt handeln und weiteres Umsatzwachstum einen erneuten Anstieg der Margen auslösen. Der stärkere USD könnte in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres zu einem positiven Ergebnisbeitrag führen (erstes Halbjahr zu einem größeren Umfang abgesichert). Jede Veränderung des Wechselkurses um 1 Cent impliziere einen Ergebniseinfluss in Höhe von ca. EUR 4 Mio.
Infineon rechne mit einem negativen Free Cashflow im dreistelligen Millionen Euro-Bereich. Auch dies komme nicht überraschend. Durch hohe Investitionen über einen Zeitraum von ca. drei Jahren (2011 bis 2013) lägen die CAPEX deutlich über den F&E-Werten. Infineon konzentriere sich derzeit auf eine Expansion der Produktion am kostengünstigen Standort Kulim, Malaysia und insbesondere auf die Errichtung einer 300mm Produktion für Leistungshalbleiter in Dresden (Produktionsbeginn voraussichtlich Anfang 2013).
Damit sollten die CAPEX im GJ 2011/12 ca. EUR 450 Mio. höher als die Abschreibungen sein. Darüber hinaus habe das Net Working Capital zum Ende des GJ 2010/11 auf einem sehr niedrigen Niveau gelegen. Entsprechend werde die Rückkehr zu einem typischeren Working Capital Niveau im Geschäftsjahr 2011/12 zusätzliche Cashflows verbrauchen. In Summe werde erwartet, dass der Free Cashflow derzeit bei ca. EUR -300 Mio. bzw. EUR -0,27 je Aktie liege.
Infineon habe zudem das mittelfristige Wachstumsziel von 10% und mehr bestätigt. Treiber sollten hier das Wachstum des Marktes für automobile ICs (ca. 7 bis 9% p.a.) und überdurchschnittliche Wachstumsraten von deutlich über 10% für Leistungshalbleiter sein. Die Rückkehr zum Wachstumspfad bereits im GJ 2012/13 würde weiteres Aufwärtspotenzial zu den gegenwärtigen Schätzungen (WRe +6,6%; Konsens +7,3%) liefern. Weiteres Umsatzwachstum sei der Haupttreiber für einen Anstieg der Ergebnisqualität. Die Gesamtsegmentergebnis- Margen sollten innerhalb der nächsten zwei Geschäftsjahre wieder ein Niveau von über 15% erreichen. Infineons Ziel eines Umsatzes von EUR 5 Mrd. bis 2015 werde derzeit nicht antizipiert.
Infineons für strategische Maßnahmen verfügbare Liquidität liege nach wie vor bei ca. EUR 1 Mrd. (Nettoliquidität zum Ende des GJ 10/11: EUR 2,4 Mrd.). Es sei allerdings kein wesentliches Update zu möglichen Akquisitionen gegeben worden. Eine signifikante Veränderung der entsprechenden Politik des Unternehmens sei kurzfristig nicht zu erwarten.
Der Newsflow sollte bis Mitte H1 2012 wieder positiver werden. Für Q1 (ende im Dezember) und Q2 würden negative Umsatzwachstumsraten (qoq) erwartet. Das Ende des Vorratskorrekturzyklus sollte ab Q3 die Rückkehr zum einem positiven Wachstum (qoq) untermauern.
Mit einem Abschlag von ca. 8% zur Peer Group auf Basis des EV/EBIT 2012, trotz des stärkeren Exposure von Infineon in Märkten mit höheren Wachstumsraten und der steuerlichen Verlustvorträge von mehr als EUR 3 Mrd., sei die Bewertung auch weiterhin attraktiv.
Die Kaufempfehlung und das Kursziel von EUR 7,50 für die Infineon-Aktie bleiben unverändert, so die Analysten von Warburg Research. (Analyse vom 21.12.2011) (21.12.2011/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen handeln regelmäßig in Aktien des analysierten Unternehmens. Weitere möglichen Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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